Corporate Learning – Training und Wissensmanagement

 
Subscribe to Newsfeed Corporate Learning – Training und Wissensmanagement Corporate Learning – Training und Wissensmanagement
Blog von Karlheinz Pape
Aktualisiert: vor 5 Stunden 45 Minuten

Mitarbeiter bei der Bildung der eigenen Marke unterstützen

10. January 2018 - 14:58

Personal Branding, so überschreibt Steffi Tönjes von der Telekom ihren lesenswerten Artikel in Medium. Aus meiner Sicht beschreibt sie damit indirekt unseren neuen L&D-Auftrag. Wenn wir von mehr Selbststeuerung der Mitarbeiter ausgehen – was auch in internen Netzwerken das einzig mögliche Prinzip ist – dann ist die eigene Positionierung für jeden Mitarbeiter die Voraussetzung.

Bild: geralt von https://pixabay.com/de/ CC 0

Das klingt noch sehr ungewohnt, sich als „Marke“ zu definieren – und weniger über die Funktion. Die Funktion bekommt man zugewiesen, die Experten-Marke muss man sich erarbeiten und stetig pflegen. Ungewohntes ist gerade am Anfang auch anstrengend. Da ist eine unterstützende Begleitung sicher willkommen. Die individuelle Unterstützung von Mitarbeitern ihre Experten-Rolle zu zeigen und stetig weiterzuentwickeln, ist aus meiner Sicht eine der neuen Haupt-Aufgaben von Personalentwicklung und L&D.

Jeden Mitarbeiter bei seiner Markenbildung und -entwicklung zu unterstützen, ist das neue Ziel für uns Corporate Learning Professionals.

Noch können sich das viele Mitarbeiter gar nicht vorstellen. Und wer das nicht will, bei dem wird es auch nicht gelingen. Die eigene Marke kann nur von jedem selbst gestaltet werden, und das muss man selbst wollen. Hier beginnt die neue Herausforderung für uns Corporate Learning Professionals: „Vermitteln“ von Wissen hilft hier nicht mehr. Das Expertenwissen haben die Mitarbeiter ja schon. Jetzt geht es um das Ermutigen, sich auch in geeigneter Weise zu zeigen, um das Empfehlen von Netzwerk-Kontakten intern und extern, oder um das Experten-Community-Building.

Bild: 3dman_eu von https://pixabay.com/de/ CC 0

Damit übernehmen wir eine ganz andere Rolle als bisher: Nicht Aufbereiten und Verteilen von Wissen an Viele gleichzeitig, sondern individuell einfühlsame Unterstützung von Einzelnen – wenn die das wollen. Diese neue Dienstleistung muss erst etabliert werden, samt dem Geschäftsmodell dafür. Das ist keine triviale Aufgabe, aber eine intensiv organisationsentwickelnde. Und wenn wir das nicht machen, dann unterstützen andere in der Organisation das Sichtbarmachen und das Weiterentwickeln in Netzwerken, wie man schon jetzt an den vielen Working Out Loud Initiativen sehen kann.

 

Wer bei der Experten-Markenbildung unterstützen will, muss selber eine Marke sein

Authentisch wirken ist eine Grundvoraussetzung für Marken. Nur wer Mitarbeitern selbst als Experte bekannt ist, also seine Marke permanent sichtbar entwickelt, wird als Unterstützer für die eigene Markenentwicklung akzeptiert werden. Wenn wir nicht vorleben, dass es sinnvoll ist, die eigene Marke selber zu definieren und unsere Expertise für Andere nutzbar zu machen, dann machen es eben andere, siehe oben.

Das Netzwerk ist nötig, um sich als Marke zu zeigen

Bild: 3dman_eu von https://pixabay.com/de/ CC 0

Im Organisationsplan findet man Experten-Marken selten. Man kann sich zwar bemühen zur Marke zu werden, das wirkt aber erst durch die Akzeptanz von vielen anderen. Die vielen anderen bestimmen, welches Ansehen eine Marke gewinnt, und nicht die Hierarchie in der Organisation. In vielen Unternehmen sind oder werden gerade interne soziale Netzwerke etabliert. Damit ist nur die Voraussetzung für das einfache Sichtbarwerden geschaffen. Jetzt braucht es anregende Vorbilder, die zeigen, dass es für den eigenen Job und die ganze Organisation Sinn macht, sich im Netzwerk zu engagieren und damit als Experte sichtbar zu werden. Übrigens: Jeder ist Experte – mindestens für seinen Job!

Auch das Posten in internen sozialen Netzwerken ist ja für viele Mitarbeiter noch immer eine Herausforderung. Hier hilft Vormachen, und bei manchen hilft auch eine Mut-machende Einführung – auch als L&D-Dienstleistung. Und auch hier gilt: Wer andere vom Netzwerken überzeugen will, muss selber im Netzwerk sichtbar aktiv sein!

Wer sich im Netzwerk engagiert, kann Lernen gar nicht vermeiden

Das von mir schon oft beschriebene Lernen in Netzwerken, ist schon deshalb unser Thema: Hier geschieht Lernen auf ganz andere Weise. Mitarbeiter entwickeln sich gegenseitig im Dialog. Sie suchen sich dort die Experten, denen sie folgen, von deren Beiträgen sie profitieren wollen. Und sie bekommen bestätigende oder kritische Rückmeldungen zu ihren eigenen Beiträgen. Diese Auseinandersetzung mit dem eigenen Thema nennen wir Lernen. Wenn wir zuständig sind, Lernen im Unternehmen zu fördern, sollten wir das Lernen in Netzwerken stark unterstützen – auch wenn es Teile unseres bisherigen Trainings-Geschäftes kannibalisiert. Auch hier gilt: Wenn wir es nicht tun, machen es andere!

Zusammenfassung:

Interne (und externe) Netzwerke funktionieren nur mit selbstgesteuerten Mitarbeitern. Die persönliche Positionierung als Experte wird dann zum Thema. Den Aufbau der eigenen Marke kann man in Netzwerken bewusst anstreben. Das Engagement in Netzwerken führt fast automatisch zur eigenen Entwicklung, hat also ganz viel mit Lernen zu tun. Personalentwicklung und L&D sollten hier neue individuell unterstützende Dienstleistungen für Mitarbeiter anbieten. Das erfordert einerseits ein ganz anderes Rollenverständnis und andererseits auch authentisches Vorleben der eigenen Marke im Netzwerk.

Tipp für Corporate Learning Professionals:

Schon über 2600 Kolleginnen und Kollegen machen mit in der Corporate Learning Community. Noch nicht alle sind aktiv sichtbar, aber immer mehr engagieren sich dort mit Beiträgen online, z.B. Beim Corporate Learning 2015 MOOCathon, aber auch offline in regionalen Corporate Learning Communities oder beim Corporate Learning Camp. Die arbeiten damit schon ganz nebenbei an ihrer Marken-Positionierung!

Der Beitrag Mitarbeiter bei der Bildung der eigenen Marke unterstützen erschien zuerst auf Corporate Learning - Training und Wissensmanagement.

Podcasts im Aufwind?

1. November 2017 - 16:21

Subscribe 9 war der Kurztitel der schon 9. Podcaster-Konferenz am letzten Wochenende beim Bayerischen Rundfunk in München. 150 Teilnehmer konnten unter 56 Vorträgen und Workshops wählen. Naturgemäß stellten private Podcaster die Mehrzahl der Teilnehmenden. Auffällig waren etliche Vertreter von Unternehmen/Organisationen, die sich jetzt auch dem professionellen Podcasten verschrieben haben. Podcasts werden inzwischen bei Verlagen und Rundfunk-Sendern als zusätzliches Kommunikationsmedium mit eigenem Wert angesehen und eingesetzt.

Bild: KhPape CC BY

Meine Motivation für die Subscribe 9

Fürs Podcasten angesteckt hat mich Simon Dückert, der ja schon seit Jahren den Management 2.0 Podcast und gemeinsam mit Ulrich Schmidt den Podcast Knowledge on Air betreibt. Auf seine Anregung und mit seiner Hilfe entstand dann unser Corporate Learning Podcast der inzwischen schon 47 Episoden aufweist, die im Wesentlichen während des großen Corporate Learning 2025 MOOCathons entstanden sind. Mein Interesse an diesem für mich noch neuem Medium zum Lernen hat mich – ein wenig neugierig – auf die Subscribe 9 geführt. Außerdem wollte ich die drei Haupt-Enabler der deutschen Podcast-Szene, Ralf Stockmann (Ultraschall Podcast Erstellungstool), Tim Pritlove (Podlove Podcast Publisher) und Sebastian Reimers (Studio Link, professionelles Audio-over-IP) mal persönlich erleben. Meine Hochachtung ist noch gestiegen: Alle drei setzen seit Jahren enorm viel professionelle Energie in Software-Lösungen, die Podcasten besser und einfacher machen – und die sie noch immer kostenlos zur Verfügung stellen. Einen herzlichen Dank an die drei und an die dahinterstehenden Teams: Ihr habt das Podcasten für Jedermann überhaupt erst möglich gemacht!

Bild: KhPape CC BY

Meine Learnings bei der Subscribe 9
  • Wenn es immer mehr Organisationen gibt, die Podcasts als Medium einsetzen – und damit das Podcast-Angebot erweitern, wird das Podcast-Hören auch immer selbstverständlicher werden. Zunächst sind das Rundfunk-Sender (z.B. BR) und immer mehr Verlage (z.B. t3n).
  • Die Technik dazu hat heute fast jeder mit dem Smartphone in der Tasche. Auch die über 10 Millionen pro Jahr in Deutschland verkauften Kopfhörer deute ich als ein Zeichen für die steigende Audio-Nutzung mit Smartphones.
  • Die Erstellung von Podcasts wird mit den stetigen Updates der kostenlosen „Ultraschall“-Oberfläche für Reaper (60$ für private Nutzung) immer leichter und eleganter. Professionelles Aufnehmen und schneiden gelingt damit schon jetzt fast jedem.
  • Fern-Interviews übers Internet in bester Audio-Qualität sind dank „Studio Link“ auch ganz einfach möglich. Jetzt ist nur noch das Mikrofon des Angerufenen die Schwachstelle. Die schon in wenigen Wochen erscheinende Studio-Link-App soll die i.d.R. hochwertigen Mikrofone der Smartphones dafür direkt nutzen. Auch mehrere Interviewpartner lassen sich mit Studio Link gleichzeitig ins Gespräch holen. Und Ultraschall hat diese Remote-Zuschaltung über Studio Link schon integriert.
  • Immer mehr Podcaster versuchen von ihren Podcasts zu leben, also damit Geld zu verdienen. Geschäftsmodelle dafür sind noch im Versuchsstadium. Man traut aber der eigenen Podcast-Hörer-Community die finanzielle Belastung oder das Ertragen von Werbebotschaften zu. Auch das scheint mir ein Zeichen für eine gewisse Etablierung der Podcast-Nutzung in der Gesellschaft zu sein.
  • Podcasts sind nicht zweitverwertete Radio-Sendungen, so jedenfalls Florian Meyer-Hawranek vom Bayerischen Rundfunk in seinem Vortrag zu den 5 Learnings nach einem Jahr Podcast-Produktion beim BR. Dabei hat er sehr anschaulich die Unterschiede zu Radio-Sendungen dargestellt: Im Jugend-Radio sind Inhalte nur wenige Minuten lang, dann kommt Musik. Danach eine kurze Wiederholung des vorigen Beitrags – es könnte ja sein, dass sich jemand erst jetzt dazugeschaltet hat. Das alles ist bei Podcasts nicht notwendig. Keine Musik (oder höchstens 8 bis 12 Sekunden), und lange dauern darf es auch. Jeder kann ja unterbrechen, und später weiterhören, wenn es nötig ist. Außerdem transportieren Podcasts authentische Persönlichkeiten. Hörer bauen eine Beziehung zum Sprecher auf, der mit seinem Thema verbunden ist.
  • Die Community-Kommunikation ist schwierig bei Podcasts. Man hört die ja meist bei anderen Tätigkeiten, fast nie am Bildschirm. Likes oder Kommentare sind also kaum möglich. Da kommt das neue Tool Voctag genau zur richtigen Zeit, das Audio-Kommentare von Usern einsammelt.

Hier die Aufzeichnung des Vortrages von Florian Meyer-Hawranek, BR zu seinen 5 Learnings:

Voctag wird in diesem Vortrag von Robert Sirola erläutert:

Die Frage, warum Menschen anderen beim Denken zuhören, wurde in der Session von Nora Vespers, Rita Molzberger, Martin Rüttler und Moritz Klenk angesprochen und von Teilnehmern beantwortet. Diese Session ist selbst wie ein Podcast zu genießen: Man kann sich vom sprechenden Denken der Anderen gut zum Selber-Denken anregen lassen:

Auch Simon Dückert hat seine Eindrücke der Subscribe 9 in einem empfehlenswerten Blogpost zusammengefasst: Warum Audio der Text der mobilen Generation ist.

Mein Fazit:

Meine Lust aufs Podcasten ist gestiegen. Podcasts sind gut geeignet für die Wissensvermittlung, insbesondere wenn die Originale selbst und authentisch zu Wort kommen. Podcasts sind neben dem Radio die einzigen Medien, die man nebenbei „konsumieren“ kann, also beim Fahren, Laufen, Warten, Aufräumen, usw. Die Technik dafür hat fast jeder heute in der Tasche. Wenn jetzt immer mehr Verlage und Radios Podcasts anbieten (andere Organisationen werden nachziehen), dann wird Podcast hören bald so selbstverständlich sein wie heute noch das Zeitung lesen. Ich denke auch „Audio ist der Text der Mobilen Generation“, wie Luca Carraciolo von t3n in seinem Vortrag sagt:

Der Beitrag Podcasts im Aufwind? erschien zuerst auf Corporate Learning - Training und Wissensmanagement.

Selbstgesteuertes-Lernen erfordert anderes L&D Geschäftsmodell

1. November 2017 - 15:41

Viele Learning & Development Abteilungen sind in den letzten Jahrzehnten zu Profit-Centern geworden. Die interne (und externe) Vermarktung von Weiterbildungs-Dienstleistungen soll das Dienstleistungs-Angebot über Preis und Nachfrage regulieren. Auch wer nur als Cost-Center geführt wird, muss seine Leistungen i.d.R. in gleicher Weise vermarkten. Preise pro Teilnehmer und Zeiteinheit (Tag, Stunde) funktionieren bei Präsenzkursen ganz gut, bei eLearnings schon weniger, und bei Lern-Netzwerken gar nicht mehr.

Bild: geralt von https://pixabay.com/de/

Selbstgestuertes Lernen in Netzwerken ohne L&D?

Selbstgesteuertes Lernen in Netzwerken wird aus meiner Sicht derzeit zum großen Thema innerhalb und außerhalb von Organisationen. L&D ist oft noch gar nicht beteiligt an dafür förderlichen Initiativen in Unternehmen (siehe Bosch mit 33.000 Communities oder Continental mit 700 Social Media Guides). In solchen Communities findet aber der Hauptteil des Lernens in Organisationen statt. L&D müsste also der Treiber solcher Initiativen sein. Zwei Hauptgründe halten aus meiner Sicht L&D-Abteilungen davon ab:

  • Netzwerke erfordern ein „Gleiche Augenhöhe“ Mindset. Wer gewohnt ist, sein Expertenwissen auf Teilnehmer „herunterfließen“ zu lassen, tut sich naturgemäß schwer damit.
  • Die Unterstützung von Netzwerken kann man nicht an Teilnehmer verrechnen. Hier sollen die Teilnehmer ja auch Teilgebende sein, die ihrerseits ja auch keinen Lohn für ihre Beiträge fordern sollen.

Beides zusammen scheint genug Begründungen zu liefern, warum L&D sich noch wenig bei Aufbau und Pflege von Fach-Communites engagiert.

Flatrate je Mitarbeiter?

Am Mindset kann man arbeiten, oder sich erfahrene „Onliner“ ins L&D-Team holen. Am eigenen Geschäftsmodell muss man arbeiten, wenn man den 90%-Bereich aus dem 70:20:10 Modell als L&D unterstützend voranbringen will. Das erfordert eine andere Finanzierung der eigenen Leistung, keine Verrechnung von Einzel-Leistungen je Teilnehmer mehr. Ein erster Schritt könnten mit Organisationseinheiten ausgehandelte Flat-Rates sein. Langfristig scheint mir für die interne Weiterbildung das jährlich auszuhandelnde Gesamt-Budget die passende Lösung zu sein. Egal ob pro Teilnehmer aus dem Abteilungs-Budget bezahlt, oder aus einem Gesamt-Budget finanziert – das Geld ist immer ausgegebenes Geld des gleichen Unternehmens. Wenn damit die „Markt-Regulierungs-Idee“ wegfällt, muss L&D auf andere Weise ständig neu den Wert seiner Dienstleistungen bei den Stakeholdern darstellen. Die alten Messgrößen „Teilnehmertage“ oder „Teilnehmerstunden“ sind ja ohnehin schon heute nicht mehr zielführend. Die bisher nicht mögliche ROI-Berechnung wird auch in jedem neuen L&D Finanzierungs-Modell unmöglich sein. Vielleicht muss man die künftige L&D-Rolle eher als eine Infrastruktur-Aufgabe für die Lernende Organisation begründen.

Ein anderes Finanzierungsmodell – vielleicht so etwas wie eine unternehmensinterne GEZ-Gebühr je Mitarbeiter – würde auch die Sorge mildern, neue Lernformen könnten das bisher gut laufende Präsenzkurs-Geschäft kannibalisieren. Erst dann wird man bereit sein, Teilnehmende zu Teilgebenden zu machen. Das wäre ein gutes Zeichen für Veränderungen im Mindset der L&D-Akteure.

Bild: AlexanderStein bei https://pixabay.com/de/

Fazit:

Wer selbstgesteuertes Lernen unterstützen will, kann seine Dienstleistungen nicht nach Inanspruchnahme je Teilnehmer abrechnen. Eine pauschale Finanzierung ist dafür nötig. Vergleichbare Finanzierungen gibt es bei der IT. Damit fällt die Nachfrage-Regulierung weg und die Geldgeber müssen auf andere Weise überzeugt werden, um das Budget für die Infrastruktur für die Lernende Organisation bereitzustellen.

 

Dieser Blogpost erschien zuerst auf dem Blog der Corporate Learning Community.

Der Beitrag Selbstgesteuertes-Lernen erfordert anderes L&D Geschäftsmodell erschien zuerst auf Corporate Learning - Training und Wissensmanagement.

Lernevents für selbstgesteuerte Kompetenzentwicklung

19. October 2017 - 21:32

Zwei große Lernevents der Corporate Learning Community, das Corporate Learning Camp (CLC17) und der Corporate Learning 2025 MOOCathoon (CL2025) sind gerade vorbei. Neben der lesbaren, spürbaren und hörbaren Begeisterung der “Teilgebenden” fällt auf, dass beide Events viele Herausforderungen bereitstellten, die man durch Annehmen für die eigene Kompetenzentwicklung nutzen konnte. Vielleicht ist das ja der entscheidende Unterschied zu von Trainern angeleiteten Lernevents.

CL2025 und CLC17

Kurz zur Erläuterung: Der CL2025 war ein cMOOC (Massive Open Online Course) nach dem Modell des Konnektivismus (c= Connectivism). Hier gibt es keine Lehrenden, nur einen Veranstalter, der den Rahmen für einen Austausch unter Interessierten zu einem Thema schafft. „Das Wissen ist im Netzwerk, und Lernen ist die Fähigkeit, Verbindungen zu den Wissens-Knoten zu schaffen“ ist das gedankliche Grundprinzip des Konnektivismus. Also kommt es auf die Interessierten an, die hier ihr Wissen und ihre Quellen einbringen, und in den Austausch mit anderen treten. „Teilgebende“ ist der dafür zutreffende Begriff.

Das CLC17 ist ein typisches BarCamp, dass nach einem ähnlichen Prinzip läuft. Die Agenda wird morgens gemeinsam im Plenum erstellt – ausschließlich mit den Vorschlägen aus dem Plenum. Und in den 45-Minuten-Sessions wird das von den Teilgebenden eingebrachte Wissen genutzt.

Selbststeuerung als Prinzip

Jeder Teilgebende dieser Events hat jederzeit die volle Handlungsfreiheit. Teilgebende entscheiden selber, ob sie eine Session anbieten, ob sie in eine – und in welche Session – gehen, ob sie nur zuhören wollen, oder ob sie sich aktiv an der Diskussion beteiligen. Selbst während einer Session darf man entscheiden, die Session zu verlassen. Teilgebende gestalten damit ihren Tagesablauf selbst – und sie steuern ihr Engagement selber. Und das wirkt auch wieder auf die Anderen: Wenn viele Sessions angeboten werden gibt es viele Wahlmöglichkeiten und wenn viel diskutiert wird, erlebt man viele unterschiedliche Perspektiven. Spätestens hier wird klar, wie komplex Lernevents solcher Art sind. Selbststeuerung der Teilgebenden scheint mir auch die einzige Möglichkeit, solch komplexe Situationen überhaupt „beherrschbar“ zu machen.

Wie entwickeln Teilgebende dabei Kompetenz?

Beide Veranstaltungen sind „inhaltslos“, bevor sie starten. Sie müssen durch Teilgebende gestaltet werden. Das ist schon die erste Herausforderung, die Einzelne annehmen können oder auch nicht. Das Annehmen von Herausforderungen ist immer der erste Schritt zum Lernen. Und wenn die Herausforderung gleich ein Handeln in der Echt-Situation fordert, dann ist das die Chance zur Entwicklung eigener Kompetenz, die ja nur durch Handeln entwickelt werden kann. Die Vielfalt der Herausforderungen für Teilgebende, hier nur kurz angerissen:

  • Biete ich eine Session an?
  • Kommentiere ich Beiträge von anderen?
  • Gebe ich eigene Erfahrungen oder Meinungen wieder?
  • Bereite ich eigene Beispiele für andere auf (Video, Podcast, Powerpoint, …)?
  • Bringe ich relevante Quellen ein (Links, Bücher, Dokumente, …)?
  • Gehe ich auf Kritik ein?
  • Entwickle ich Gedanken von anderen weiter?
  • Überzeuge ich andere zum Mit-Netzwerken?
  • Berichte ich in sozialen Medien (Twitter, Facebook, …)?
  • Schreibe ich einen Blogpost zum Thema?
  • Rege ich eine Lerngruppe (Community) an, oder beteilige ich mich aktiv?
  • Fasse ich Diskussionen oder Posts für alle anderen zusammen?
  • Unterstütze ich bei den technischen Rahmenbedingungen (Plattform, Foren, Live-Übertragungen, …)?
  • Interviewe ich einen interessant Beitragenden (Video, Podcast, …)?
  • Organisiere ich eine Gesprächsrunde zum Thema mit Aufzeichnung?

Veranstalter solcher Lern-Events können neben den notwendigen Rahmenbedingungen Anzahl und Art der möglichen Herausforderungen für die Teilgebenden in den Blick nehmen. Auf meine Frage in BarCamps: „Wärst Du bereit, den Sessiongeber zu seiner Session kurz vor der Video-Kamera zu interviewen?“ bekomme ich praktisch nie eine Absage, obwohl das für die meisten völlig ungewohnt ist. Sie nehmen diese Herausforderung spontan an. Mit solch vielfältigen – und frei wählbaren – Herausforderungen wird aus meiner Sicht mehr Kompetenz entwickelt, als in vielen klassischen Seminaren.

Dazu ist immer auch die Freiheit nötig, so etwas ohne Nachfragen einfach mal in die Hand zu nehmen, also einfach zu machen. Diesen großen Freiraum geben nur selbstorganisierte Lern-Veranstaltungen. Man stelle sich nur vor, ein Seminar-Teilnehmer sucht im Seminar Gesprächsteilnehmer für eine nicht geplante Podiumsdiskussion. Angeleitete Lernevents sehen solche Eigeninitiativen kaum vor. Wenn man diese Freiheit zulässt, selber aktiv zu werden, selbstorganisiert zu handeln, dann wird das auch von fast allen genutzt, wie nicht nur die beiden o.g. Lern-Events beweisen. Und zudem entsteht echte Begeisterung. Gute Voraussetzungen für intrinsisch motiviertes Lernen!

Corporate Learning Camp 2017 in der Fachhochschule Frankfurt (Universty of Apllied Sciences) in Frankfurt am Main am 28.09.2017. Foto Frank Rumpenhorst

Dieser Beitrag wurde zuerst veröffentlicht auf https://colearn.de/, der Webseite der Corporate Learning Community.

Der Beitrag Lernevents für selbstgesteuerte Kompetenzentwicklung erschien zuerst auf Corporate Learning - Training und Wissensmanagement.

Was du jetzt tun kannst ...

oder

Werde Lebensunternehmer oder helfe anderen dabei, es zu werden!

 Herz fuehrt Verstand, dann kann nichts schiefgehen

Sie möchten weitestgehend frei über Ihre Lebenszeit verfügen und Ihre Fähigkeiten, Ihre Neigungen, Ihre Kreativität (Phantasie) und Ihre Gefühle bestmöglich ausleben?

Sie möchten Ihre eigenen Ideen realisieren, vielleicht sogar von zuhause aus arbeiten und sich ein Einkommen erwirtschaften, das Ihren Lebensunterhalt sichert. 

Sie möchten langfristig gut und deshalb im Einklang mit der Natur leben?

Neben einer vereinfachten Lebensweise spielt dabei auch die moderne Technik eine wichtige Rolle.
Wir finden heraus, wie Sie einfacher leben und die aktuellen technischen Möglichkeiten optimal nutzen können.

Beispielsweise bietet sich zur Fortbewegung in den Städten das Car2go- oder Car-Sharing-Konzept an oder wie wäre es in Zukunft mit einer AllinOne-Solaranlage zur weitestgehend autarken Stromversorgung oder verbrennen Sie Biomasse (z. B. Kuhmist) und erzeugen Sie so Ihren eigenen Strom.

Sie möchten sich mit Ihrer eigenen Stimme an den gesellschaftlichen Entscheidungen, die Sie interessieren, beteiligen ?

Möglicherweise wünschen Sie sich insgeheim schon lange, so zu leben und entsprechende Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln.

Ja, wie wäre es, wenn Sie Ihre Begeisterung für diese ganzheitliche Lebensweise sogar zu Ihrem Beruf machen und sie auf diesem Wege, Ihr Wissen mit anderen teilen und anderen Menschen helfen können, erfüllter zu leben.

Verwirklichen Sie doch Ihren Traum! Werden Sie ein ganzheitlich denkender Lebensunternehmer oder falls Sie das schon sind, geben Sie Ihr Wissen weiter und geben Sie so Ihrer Zukunft ganz neue Perspektiven! 

Verdienen Sie mit Ihrer selbst gewählten Aufgabe Ihren Lebensunterhalt.

Sie können als Lebensunternehmer-Coach Ihr Wissen weitergeben oder aber auch als Coachee, die ganzheitliche Denkweise der Lebensunternehmer kennen lernen.

Natürlich können Sie auch nur einzelne Schwerpunkte aus dem Lebensunternehmer-Konzept trainieren bzw. coachen, etwa den Workshop wo es darum geht für Berufsanfänger und Berufswechsler den optimalen Beruf bzw. die Lebensaufgabe zu finden.

Für die Teilnahme sind keine besonderen Schulabschlüsse oder Zertifikate erforderlich! 

Wichtig ist, daß Sie von Ihrem Thema begeistert sind und gerne lernen bzw. später als Lebensunternehmer-Coach Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse leidenschaftlich gerne an andere weitergeben.

Ja ich möchte:

 

Erfahre mehr über das Lebenskonzept der Lebensunternehmer und die optimale Lebensumgebung dafür!

Im eBook-Shop gibt es dazu:

eBooks zu dem Lebenskonzept der Lebensunternehmer 

eBooks über eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen aufbaut (die optimale Lebensumgebung für Lebensunternehmer)

eBooks über Insel-Solaranlagen und Windräder und Solarkollektoren, die man umweltfreundlich und Ressourcensparend aus Schrott, Altmetall und Abfällen bauen kann

im eBook-Shop stöbern … 

Lebensunternehmer-ebook-Shop

 

bestimmte Inhalte gezielt finden

 

Mit der Suchmaschine können alle Inhalte zum Lebensunternehmer-Training und zur artgerechten Umgebung für Lebensunternehmer gezielt nach bestimmten Stichwörtern durchsucht und so die jeweils  relevanten Inhalte gefunden werden.

Besonders wichtige Stichwörter:
naturverbundenheit, traumberuf finden, selbstentfaltung, autodidaktisch lernen, urteilsvermögen, entscheiden, beteiligen, Verantwortung, demokratie, netzwerke, grundeinkommen

Geben Sie doch testweise die Stichwörter, die Sie besonders interessieren, in die Suchmaschine ein und schauen Sie sich die gefundenen Trefferanzeigen an!

 

Loading

 

Logo

>> die Ideenwerkstatt der Akademie für Lebensunternehmer

hier geht es um Lösungen, Konzepte und Projektideen für eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf unserer tagtäglich gelebten Eigenverantwortung basiert

Dazu gibt es: Workshops, Coachings, Videokurse und eBooks | wichtige Werte und Gewohnheiten für alle die ihr Leben unternehmen | die ganzheitliche Lösung für eine sich selbst organisierende Gesellschaft, die auf der Eigenverantwortung jedes Einzelnen aufbaut | eBooks für Lebensunternehmer | die Lebensunternehmer-Idee | eine FAQ zur Klärung vieler Detailfragen zum Thema "das Leben unternehmen" | der Lebensunternehmer-Blog | den Bauplan für eine neue Gesellschaft | die Projektidee zu einer Internet-Entscheidungsplattform | News zum Thema “gesellschaftlicher Wandel” | das Grundkonzept für ein neues Bildungssystem und vieles mehr

>> aktiv mitmachen

diese Site soll dich dazu anregen aktiv bei der Akademie für Lebensunternehmer mitzumachen

weitere Websites von mir:

>> die Akademie für Lebensunternehmer
das Leben unternehmen - wie geht das?

>> mach was du liebst
hier geht es um die Kernfrage: Wofür lohnt es sich für dich zu leben?

>> wachse und gedeihe
hier geht es um die Kernfrage: Wie kannst du dich optimal weiterentwickeln, also effektiv lernen?

>> nutze das Internet sinnvoll und hilfreich
hier geht es um die Kernfrage: Wie können dir die vielfältigen Software-Tools bzw. Internetdienste dabei helfen, daß du deine Tagesaufgaben einfacher und schneller lösen kannst?

>> nutze freie Energie
selbst Strom erzeugen und Energie sparen